Wer mit der S-Bahn vorbeifährt, hat sie schon gesehen, die auf der Sülldorfer Feldmark gelegenen doppelstöckigen Holzhäuser. Hier leben 700 neuangekommene geflüchtete und weitere wohnungslose Menschen. Gleich nebenan, in der Neubausiedlung Suurheid, haben weitere 300 geflüchtete Menschen mit Bleibeperspektive ein Zuhause gefunden.

Nach oft beschwerlichen Zeiten in der Erstaufnahme-Einrichtung beginnt hier der „normale“ Alltag, mit hohen Anforderungen an die Neuangekommenen: Formalitäten müssen erledigt, Deutschkenntnisse erworben und vertieft, Wege in die Berufstätigkeit gefunden, Kinder in den Schulbetrieb integriert werden und vieles mehr. Nachbarschaftliche Hilfe, Unterstützung in schwierigen Lebenslagen und freundliche Aufmerksamkeit füreinander haben eine lange Tradition in unserem Stadtteil.

Unsere bürgerschaftliche Initiative „Aktiv im Dorf“ unterstützt die geflüchteten Menschen beim Aufbau ihrer neuen Existenz, und das geht weit über das Materielle hinaus. Miteinander im Gespräch bleiben, eine offene und konstruktive Kommunikation etablieren, das ist uns wichtig. Auch die neuen Nachbarn freuen sich sehr über ein zugewandtes Miteinander auf Augenhöhe, und der Anfang ist schnell gemacht: Im Willkommenscafé und im Dorfcafé können Sie ganz einfach mit den Bewohnern ins Gespräch kommen, und auch in den Ehrenamtsgruppen selbst trifft man sich regelmäßig im gemeinsamen Engagement für die gute Sache.

Unser gutorganisierter Kreis ist offen für alle, die an unserer guten Nachbarschaft mitwirken wollen. Jede und jeder bringt sich nach eigenen Wünschen und Fähigkeiten ein; für die gute Koordination sorgen regelmäßige Treffen.