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Wildgehege Klövensteen, Personelle Veränderungen und neue Öffnungszeiten

Altonas Wildpark ändert seine Öffnungszeiten. Ab dem 1. Juli 2022 können Besucher*innen das Wildgehege Klövensteen immer von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besichtigen. Mit den neuen Öffnungszeiten reagiert das Bezirksamt Altona auf personelle Veränderungen.

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Nach gut acht Jahren im Amt sagt Dr. Michel Delling tschüss! Der Leiter des Wildgeheges stellt sich einer neuen beruflichen Herausforderung und wird den Wildpark in Hamburgs Westen in wenigen Wochen verlassen. Unter seiner Regie hat das Wildgehege unter anderem erfolgreich bei Artenschutzprogrammen mitgewirkt. Und mit seiner Fachexpertise hat er Besucher*innen und Medienvertreter*innen reihenweise die Welt der Wildtiere erklärt.

Durch den Abschied steht dem Wildgehege bis zur Nachbesetzung der Leitungsstelle temporär eine sachkundige Person weniger dem Wildpark zur Verfügung. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die betrieblichen Abläufe, die sich nach dem Tierschutzgesetz richten. Dieses Gesetz gibt vor, dass das Wildgehege nur dann seine Pforten für Besucher*innen öffnen darf, wenn zeitgleich sachkundiges Personal vor Ort ist.

Durch die Vakanz der Leitungsstelle müssen die Öffnungszeiten vorerst auf Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr reduziert werden. Der letzte Einlass findet wie gewohnt ab 17.30 Uhr statt. Die Umsetzung von festen und Öffnungs- und Schließzeiten sind rechtlich notwendig und dienen vor allem dem Schutz der Tiere, welche entsprechende Ruhephasen benötigen. Eine dauerhafte Öffnung ohne Kontrolle ist nicht zulässig.

Das Tierschutzgesetz gibt darüber hinaus vor, dass das Wildgehege-Personal wissen muss, wer sich im Wildgehege aufhält und Kontakt mit den Tieren hat. Aus diesem Grund muss auch die Infrastruktur des Wildgeheges entsprechend gestaltet sein und gestaltet werden – etwa mit limitierten Zugängen zum Wildgehege.

Das Bezirksamt Altona bittet aufgrund der geänderten Öffnungszeiten um Verständnis und hofft darauf, zeitnah eine würdige Nachfolge für den Leiter des Wildgeheges zu finden.

Langer Tag der StadtNatur 2022

Das Programm im Forst Klövensteen

Auf in den Forst! Das Bezirksamt Altona beteiligt sich auch 2022 am Langen Tag der StadtNatur – und das steht dieses Jahr unter dem Motto „Wunder Wald“. Klar, dass die Revierförsterei Klövensteen und die dortige Waldschule im Wildgehege mit eigenen Programmpunkten vertreten sein werden.

Feature Wildgehege Hamburg Wildgehege Klˆvensteen, 03.10.2018 - ein Buntspecht sitzt in einem Baum *** Feature game enclosure Hamburg game enclosure Klˆvensteen 03 10 2018 a great spotted woodpecker sitting in a tree  Bild: © IMAGO / Jonas Walzberg

 

Los geht’s in Altona am 18. Juni mit der Veranstaltung „Waldpflege und Waldumbau im Klövensteen“. Von 10 Uhr bis 11.30 Uhr lädt der Revierförster zu einem Spaziergang in den Wald und erklärt, was Waldpflege eigentlich bedeutet und wie ein klimastabiler Mischwald entstehen kann. Wiederholt wird das Ganze nochmal von 13 Uhr bis 14.30 Uhr.

Ebenfalls am 18. Juni findet von 14 Uhr bis 17 Uhr die Veranstaltung „Waldboden erforschen“ statt. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Walschule lernen Teilnehmende hier die Tiere im Waldboden kennen und erfahren, welche „Superkräfte“ der Waldboden hat. Geforscht wird hier mit Becherlupen und Bestimmungsbuch.

Die Veranstaltung „Der Morgen und der Abend im Klövensteen“ verteilt sich auf Samstag und Sonntag. Am Samstag, den 18. Juni, findet von 18 Uhr bis 20 Uhr eine abendliche Führung durch das Wildgehege statt, bei der kleine und große Besucher*innen die Möglichkeit haben, die Wildgehege-Bewohner nach Feierabend zu erleben. Am Sonntag, den 19. Juni, gibt es von 5 Uhr bis 8 Uhr einen morgendlichen Spaziergang, bei dem das Erwachen des Waldes erlebt werden kann.

Den Abschluss in Altona bildet die Veranstaltung „Lebensraum Wald – Der Klövensteen“. Hier können Kinder den Wald im Klövensteen kennenlernen und erfahren, welche Tiere dort leben, welche Bäume dort wachsen und welche Vögel dort singen.

Für sämtliche Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Informationen zur Anmeldung, zur Anfahrt und zu den Preisen der einzelnen Veranstaltungen sind auf https://tagderstadtnaturhamburg.de/ zu finden.

Nächster tierischer Nachwuchs im Wildgehege Klövensteen

Erstes Rothirschkalb in diesem Jahr

Bild: © Michel Delling / Bezirksamt AltonaBild: © Michel Delling / Bezirksamt Altona

Das Bezirksamt Altona freut sich über weiteren Nachwuchs im Wildgehege Klövensteen. Nach den Mufflons und den Wildschweinen gibt es nun auch das erste Jungtier bei den Hirschen. Pünktlich acht Monate nach der Brunft im Herbst ist am Wochenende das erste Kalb bei den Rothirschen geboren worden. ​​​​​​​

Bereits in den Morgenstunden war auffällig, dass sich eine der Hirschkühe abseits der Herde aufhielt und nicht zur morgendlichen Fütterung erschien. Bei den hoch sozial organisierten Tieren ist das im Frühjahr immer das beste Anzeichen dafür, dass sich Nachwuchs ankündigt, da sich die Hirschkühe zur Geburt von den anderen Tieren zurückziehen, den Nachwuchs des Vorjahres auf Abstand halten und einige Tage mit dem jungen Kalb absondern.

Meist wird nur ein Kalb geboren, dessen Geburtsgewicht zwischen knapp sechs und 14 Kilogramm betragen kann. Die Jungtiere können wenige Stunden nach der Geburt bereits stehen und dem Muttertier auch langsam folgen. Sie weisen eine typische, sogenannte Jugendfleckung auf, bei der sich weiße Flecken vom ansonsten rötlich-braunen Haarkleid abheben. Diese Fleckung wirkt tarnend, da ruhig liegende Kälber sich optisch gegenüber ihrer Umgebung auflösen.
Zu den angeborenen Verhaltensweisen der jungen Kälber zählt es, dass sie nach dem Säugen der Mutter nicht folgen, sondern regungslos in zusammengerollter Haltung auf dem Erdboden verharren. Dies ist eine Schutzfunktion, damit Raubtiere das noch schwache Kalb nicht bemerken, die Hirschkuh sucht den Nachwuchs daher auch nur zum Säugen direkt auf, bleibt aber ansonsten in der Nähe und behält wachsam die Umgebung im Auge. Erst wenn die Kälber einige Tage alt sind und ihren Müttern problemlos folgen können, schließen diese sich wieder dem restlichen Rudel an und oft dürfen dann auch die älteren Geschwister das erste Mal Kontakt aufnehmen.

Mit einigen Wochen bilden die Kälber dann regelrechte "Kindergärten", welche von jeweils einer Hirschkuh bewacht werden, solange die anderen Hirsche auf Futtersuche sind. Auch dies wird demnächst im Wildgehege Klövensteen zu beobachten sein - die weiteren Hirschkälber werden voraussichtlich in den nächsten drei bis vier Wochen zur Welt kommen.

Artenerhaltungsprogramm: Nerzdame Nelly ist zurück

Wildgehege Klövensteen

Das Wildgehege Klövensteen freut sich über die Rückkehr von Nerzdame Nelly. Diese hatte zuletzt Altonas Wildpark verlassen, um erneut eine wichtige Rolle innerhalb des europaweiten Artenerhaltungsprogrammes einzunehmen.

Bild: © Michel Delling/ Bezirksamt Altona Bild: © Michel Delling/ Bezirksamt Altona

 

Europäische Nerze zählen zu den aktuell bedrohtesten Säugetieren unseres Kontinentes, weshalb sich verschiedene zoologische Institutionen und Verbände dafür engagieren, die kleinen „Wassermader“ vor dem Aussterben zu retten.

Koordiniert wird die gesamte Zucht von einem spezialisierten Artkoordinator und dem EuroNerz e.V., einem Verein, welcher sich ebenfalls der Erhaltung des Europäischen Nerzes verschrieben hat. Der Verein betreibt extra zu diesem Zweck eine spezielle Zuchtstation, in welcher zur Fortpflanzungszeit möglichst unverwandte Nerze aus unterschiedlichsten Einrichtungen verpaart werden können und dann wieder als „Leihgabe“ in die teilnehmenden Tierparks, Zoos und ähnlichen Institutionen zurück gebracht werden, wo sie dann den Rest des Jahres verbringen.

Dort bringen die Weibchen dann – sofern die Paarung erfolgreich war – in ausgewählten, naturnah gestalteten Gehegen ihren Nachwuchs zur Welt und ziehen diesen groß. Genauso wie im vergangenen Jahr, als Nelly und ihr Nerzpartner Norbert im Wildgehege Klövensteen für Nachwuchs gesorgt hatten. Damals erblickten drei Nerz-Mädchen im Westen Altonas das Licht der Welt.

Diese Jungtiere können später in geeigneten Gebieten ausgewildert werden, um wieder eine natürliche Population im Freiland aufzubauen. Wenn alles klappt, ist Klövensteens Nelly auch dieses Jahr wieder trächtig und wird im Sommer gesunden und munteren Nachwuchs zur Welt bringen.

Start der Veranstaltungsreihe „Altona, Deine Magistralen“

Im Bezirk Altona wird unter dem Titel „Magistralenentwicklung“ die städtebauliche Innenentwicklung entlang von ausgewählten Hauptverkehrsstraßen verfolgt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Altona, Deine Magistralen“, die insgesamt drei Veranstaltungen umfasst, möchte das Bezirksamt Altona in den betroffenen Stadtteilen entlang der Verkehrsachsen Sülldorfer Landstraße/Osdorfer Landstraße/Osdorfer Weg sowie Luruper Hauptstraße/Luruper Chaussee über den aktuellen Stand der Planungen informieren und mit Anwohner:innen und Interessierten in den Dialog treten.

Die Straßenräume der Magistralen zeichnen sich bislang durch eine heterogene Bebauungs- und Nutzungsstruktur aus. Das Spektrum reicht von großflächigem Einzelhandel, Tankstellen und Dienstleistungscenter über Einfamilien- und Reihenhäuser bis hin zu geschlossenen Blockrandstrukturen. Viele Grundstücke entlang der Magistralen bieten Innenentwicklungspotenziale, welche das Bezirksamt Altona bereits seit 2016, unter anderem im Rahmen des mittlerweile abgeschlossenen Modellvorhabens des Bundesforschungsprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt), beleuchtet.

In einer Informationsveranstaltung im September 2018 wurden erste Entwicklungsperspektiven im Kontext der Themenfelder Städtebau, Freiraum, Besonnung, Verkehr und Lärmimmissionen vorgestellt. Mittlerweile befindet sich die Magistralenentwicklung in einer Phase, in der ausgehend von den vorliegenden Entwicklungsansätzen konkrete Schritte zur Umsetzung der Magistralenentwicklung unternommen werden.

Zusammen mit Vertreter:innen der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende wird das Bezirksamt Altona zu Beginn der jeweiligen Veranstaltung die interessierte und betroffene Bevölkerung über Anlass, Sachstand sowie nächste Schritte informieren. Dabei wird der inhaltliche Schwerpunkt auf die jeweiligen Stadtteile gerichtet. Anschließend bietet sich den Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen einzubringen und mit den anwesenden Vertreter:innen zu diskutieren.

Die Veranstaltungen finden als Hybrid-Format statt. Für die Teilnahme vor Ort wird um Anmeldung gebeten. Alternativ ist die Teilnahme per Video-Stream (YouTube) möglich. Interessierte können die Vorträge nicht nur über den Video-Stream verfolgen, sondern über ein integriertes Tool Fragen an die Vortragenden stellen. Informationen zur Teilnahme sowie den Link zum Video-Stream finden Sie unter:

www.hamburg.de/altona/magistralenentwicklung

Die Veranstaltungen finden an drei unterschiedlichen Veranstaltungsorten statt, die sich jeweils in den betroffenen Magistralenabschnitten befinden. Alle Veranstaltungsorte sind barrierefrei zugänglich, ein Hygienekonzept gewährleistet die Sicherheit aller Teilnehmenden während der Veranstaltung.

Termine und Veranstaltungsorte:

Veranstaltung 1 von 3
Bereich Iserbrook/Sülldorf/Rissen, Abschnitt Sülldorfer Landstraße
2. Juni 2022, 18 Uhr
Veranstaltungsort: Schule Iserbrook (Aula)
Musäusstraße 29, 22589 Hamburg

Veranstaltung 2 von 3
Bereich Lurup/Bahrenfeld, Abschnitt Luruper Hauptstraße/Luruper Chaussee
7. Juni 2022, 18 Uhr
Veranstaltungsort: Stadtteilschule Lurup (Mehrzweckhalle)
Flurstraße 15, 22549 Hamburg

Veranstaltung 3 von 3
Bereich Osdorf/Bahrenfeld/Groß Flottbek, Abschnitt Osdorfer Landstraße/Osdorfer Weg
20. Juni 2022, 18 Uhr
Veranstaltungsort: Lise-Meitner-Gymnasium (Aula)
Knabeweg 3, 22549 Hamburg

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