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30 Jahre Weltladen Hamburg-Rissen

1990 - 2020

Es begann im Grunde mit einem Vortrag von Dr. Erhard Eppler auf dem Kirchentag 1985 in Düsseldorf, und zwar mit seinem Vortrag „Rüsten auf Kosten der Ärmsten“ über die Ausbeutung der Länder des Südens durch die Länder des Nordens.

Ein Film über die Menschenrechtsverletzungen auf den Bananenplantagen in Nicaragua gab dann den Anstoß für die kleine „Friedensgruppe“ der jungen Kirchengemeinde Hamburg-Rissen, sich der Solidaritätsbewegung für die Vermarktung der Nicaragua-Bananen in Europa anzuschließen. Später kamen dann weitere Produkte aus dem fairen Handel dazu, wie Kaffee, Tee und Honig. All dies wurde an einem Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst in der Johanneskirche verkauft.der 1. Weltladen Winter 94 Foto von Kloppe

Der nächste Schritt war am 17.07.1990 die Gründung des „Dritte-Welt-Ladens“, der im alten Pavillon in der Wedeler Landstraße auf Höhe der Schwalben-Apotheke angesiedelt war und 1993 in „Eine Weltladen“ umbenannt wurde. Der Laden blieb aber unter dem Dach der Johannesgemeinde - und das ist bis heute so.

Als die Wedeler Landstr. 1994 umgestaltet wurde, war die Politik gefragt. Als Zwischenlösung wurde ein Container mitten im Dorf zur Verfügung gestellt. Durch die Unterstützung des Bauvereines der Elbgemeinden BVE, der kostenlos ein Grundstück zur Verfügung stellte, konnte ein neuer Laden geplant werden.

Weltladen FotoDer Architekt arbeitete kostenlos, die Elektrofirma gab günstige Sonderpreise und nach viel Eigenleistung und ehrenamtlichem Einsatz wurde zunächst Richtfest gefeiert und am 14. August 1995 der neue „Eine Weltladen“, das kleine, inzwischen rote Holzhaus, in der Rissener Dorfstraße 49 eröffnet, komplett finanziert aus den Erlösen des Ladens und aus Spenden.

Bis heute ist der Weltladen seiner ursprünglichen Devise: „Keine Almosen für die Menschen im globalen Süden, sondern Sicherung von deren Existenzgrundlagen durch faire Preise“ treu geblieben.

Neben dem Verkauf von fair gehandelten und zunehmend auch ökologisch produzierten Waren setzen sich die 30 Ehrenamtlichen auch für Menschenrechtsprojekte ein. Neben deren finanzieller Unterstützung durch Spenden werden auch monatlich Unterschriftenlisten im Laden ausgelegt.

Von den 30 Ehrenamtlichen (30 Frauen + 1 Mann!) sind 8 in den 30er-Jahren geboren und zum Teil von Anfang an dabei; das älteste Mitglied ist sogar 92 Jahre alt; die drei Jüngsten sind Anfang der 60er-Jahre geboren. Nachwuchs fehlt also ganz dringend - auch für Aufgaben wie Vernetzung oder Marketing!


 

 

 

Die Webcam auf dem
Leuchtturm Rissen
Unterfeuer

leuchtturm 073

realisiert von der Fa. Grassau